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Die Burg Rems

Kaiser Heinrich IV. erbaute nach seiner Rückkehr aus Canossa (Winter 1077) seine Feste Waiblingen. Um diese Feste strategisch zu sichern, wurde die Burg Rems erbaut, die etwa 80 x 80 m groß war.

Graf Ulrich II. von Württemberg hielt auf der Burg, z. T. auch zusammen mit seinem Bruder, Graf Eberhard dem Erlauchten, Hoflager (1268, 1277 und 1279. 

Der spätere Besitzer, Graf Eberhard der Erlauchte, hatte sich nach dem Niedergang der Staufer, einen Grossteil deren Güter zusammengerafft, die schon 1273 von König Rudolf I. von Habsburg zurückgefordert wurden. Der raffgierige Graf Eberhard weigerte sich, was zur Konsequenz hatte, dass er 1286 seine Burgen Hohenwittlingen und Rems  abtreten musste als Faustpfand dafür, dass er von seiner Territorialpolitik abliess.

Am 19. November 1298 erhielt Graf Eberhard die Burg Remseck wieder zurück, zum Dank für die Unterstützung Albrechts von Österreich in der Auseinandersetzung mit Adolf von Nassau. Zusammen mit der Burg erhielt er das von König Adolf von Nassau erbaute Städtchen „Niuwe Waiblingen“, das heutige Neustadt.

Graf Eberhard hielt sich im April 1302 und im Januar 1303 auf Burg Remseck auf.

1310, zur Zeit der Ächtung Eberhards durch Kaiser Heinrich VII. wurde die Burg Rems zerstört. 1436 wurde sie durch Hans Nothaft wieder instand gesetzt. 1576 wurde alles, bis auf einen Turm, wieder abgerissen. Dieser stürzte dann 1792 vollends in sich zusammen. Reste sind heute noch zu sehen.

Das Schloss Remseck

1842 ließ der damalige Major und spätere Oberst Franz von Grimm (Kommandant des Artillerieregiments Ludwigsburg) an der Stelle der alten Burg ein neugotisches Schlößchen errichten. Von Grimm wurde 1861 wegen Verführung zur Unzucht zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt, obwohl er immer wieder seine Unschuld beteuerte. Sämtliche Gnadengesuche wurden abgelehnt und das Schloss musste verkauft werden.

Das Schloss ging in den Besitz von Graf Edzard Wilhelm Alko zu Inn- und Knyphausen aus Celle über, der 1863 mit seiner jungen Gemahlin Gräfin Fanny geb. Freiin von Gemmingen-Guttenberg-Bonfeld ins Schloss einzog.

Nach dem frühen Tod von Graf Edzard bewohnte Gräfin das Schloss alleine bis zu ihrem Tode 1924. Graf Franz Tido Folef Unico zu Inn- und Knyphausen erbte das Schloss und zogt dort mit seiner Frau Ida ein.

Nach dem Tod von Graf Franz bewohnte Graf Anton zu Inn- und Knyphausen mit seiner Familie Schloss Remseck bis 2003.

 

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copyright © Gerhard Bickel Schwaikheim