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Neckarremser Lied
1948 komponiert und
getextet von Eugen Schwab (* 1904 †
1988)
Gebettet in Wald und Wiesen und Flur,
wie eine Perle in Gottes Natur,
so liegst du da unten gar lieblich im Tal,
mein Dörflein im goldenen Sonnenstrahl.
Die segelnden Wolken im Himmelsgefild,
die schauen im Flusse ihr Spiegelbild:
Da
wo in den Neckar fließt die Rems,
da ist
meine Heimat, mein Neckarrems!
Hier
hab ich als Kind gelacht und gespielt,
im rauschenden Strudel die Glieder gekühlt.
Die trauliche Brücke, das Schloß dort im Wald,
das war unser Lieblingsaufenthalt.
Und fragt mich ein Fremder „Woher bist Du, mein Kind?“,
dann war meine Antwort ganz stolz und bestimmt:
Da
wo in den Neckar fließt die Rems,
da ist
meine Heimat, mein Neckarrems!
Ich zog
in die Welt zu suchen das Glück,
doch bald kehrt’ ich wieder zur Heimat zurück,
Mein Mädchen so lieb und so treu wie das Gold,
ich hab’ es für’s Leben mir heimgeholt,
Wo soll unser Häuschen – so fragte sie – stehn?
Ich sprach und hab’ lächelnd sie angesehn:
Da
wo in den Neckar fließt die Rems,
da ist
meine Heimat, mein Neckarrems!
Die
Jahre vergehn und wir werden alt,
doch ewiglich jung grüßt vom Berge der Wald,
Wenn einst schlägt mein Stündlein, so führt mich hinaus,
zum Friedhof beim stillen Gotteshaus.
Und sinkt still mein Sarg unter Blumen zur Erd,
dann singt mir das Lied, das so gern ich gehört:
Da wo
in den Neckar fließt die Rems,
da ist
meine Heimat, mein Neckarrems!

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